Eine Tasse Tee mit Milch

 

It's Tea Time!
So gelingen Trendgetränke aus Tee mit Milch

Wer heute ein Café betritt, hat nicht nur die Wahl zwischen verschiedenen Kaffeespezialitäten. Auf der Karte findet sich auch immer häufiger Matcha Latte oder Chai Latte. Die leckeren Tee-Milch-Kombinationen liegen im Trend und ihre Tradition reicht zurück bis ins 17. Jahrhundert. Wir zeigen Ihnen, was das Besondere an Tee mit Milch ist, welcher Tee mit Milch besonders gut schmeckt und mit welchen Milchsorten Sie sich Ihre eigene Teekreation zu Hause zaubern.

Die Herkunft von Tee mit Milch und seine Tradition

China wird als Ursprungsland des Tees bezeichnet. Bereits vor 5000 Jahren v. Chr. soll dort die wohltuende Wirkung der Teeblätter bekannt gewesen sein. Über die zeitliche Herkunft des Tees kann man dennoch nichts Genaues sagen, da erst seit dem 3. Jahrhundert v. Chr. schriftliche Angaben davon zeugen, dass in China die Teeblätter (vorab nur als Medizin) genutzt wurden.

Die Tradition des Teetrinkens ist im heutigen Großbritannien seit dem 17. Jahrhundert bekannt. Katharina von Braganza, Ehefrau von König Karl II., machte das Trinken von Tee zu einem Ritual am englischen Hof und führte den „Afternoon Tea“ ein. Mit Königin Victoria wurde die Teezeremonie schließlich ein fester Bestandteil des Hofalltags.

In den darauffolgenden Jahren haben sich ganz spezielle Teerituale kulturell verankert, die einen bestimmten Ablauf der jeweiligen Teezeit vorsehen. Obwohl in der modernen Gesellschaft kaum Platz im Kalender bleibt, um sich vormittags um elf Uhr zum sogenannten „Elevenses“ zu treffen, ist die Teezeit weiterhin ein britisches Kulturgut.

 

Warum kommt die Milch in den Tee?

Auch heute gehört die gute Tasse Tee noch zur britischen Kultur. Dabei gibt es unzählige Varianten der Zubereitung – aber fast immer ist der Schuss Milch nötig. Doch woher stammt eigentlich diese britische Eigenart? Endgültig geklärt ist es nicht, warum gerade in Großbritannien der Tee mit Milch getrunken wird. Aber es gibt Theorien. Wir stellen Ihnen die drei bekanntesten Thesen vor.

Theorie #1: Tee mit Milch für die Armen:

Eine Erklärung liegt in der Kostbarkeit des Tees. Eine Theorie besagt: Nur wer sehr reich war, konnte es sich leisten, Tee pur zu trinken und so viele kostbare Teeblätter zu verbrauchen. Wer an dem Rohstoff sparen musste, mischte den Tee mit Milch. Daraus entstand eine ganz neue Tee-Kultur.

Theorie #2: Schutz des guten Porzellans

Eine weitere Theorie besagte, dass die Zugabe von kühler Milch zum Tee verhindere, dass das Geschirr zerbrach. Tee wurde bis in die Neuzeit aus feinsten Porzellantassen getrunken, bei zu heißen Getränken konnte das Porzellan zerspringen. Also gab die Gesellschaft zunächst einen Schluck Milch in die Tasse, um dieses Risiko zu minimieren.

Theorie #3: keine Verfärbungen durch Tee mit Milch

Und auch eine dritte These hat mit dem feinen Material des Porzellans zu tun: Demnach wurde Milch in die Porzellantasse gegeben, um ein Verfärben des Geschirrs zu verhindern. Wer öfter Kräuter- und Gewürztees trinkt, weiß, dass die enthaltenen Teeine und Koffeine Porzellan, aber auch Keramik gelblich verfärben können.

Aber vielleicht ist auch einfach der unnachahmlich gute Geschmack von Milch im Tee der wahre Grund, der die Briten noch heute Tee mit Milch trinken lässt.

Welcher Tee schmeckt mit Milch?

In Großbritannien wird für einen leckeren Tee mit Milch vor allem Schwarzer Tee genutzt. Auch in Ostfriesland, wo die Tasse Tee mit einem Schuss Sahne getrunken wird, ist der Schwarztee ein Klassiker. Ebenso eignet sich Grüntee: So eroberte in den vergangenen Jahren der Matcha Latte die Cafés der Metropolen weltweit, der mit luftig-leichter aufgeschäumter Milch serviert wird und durch seine Hauptkomponente, gemahlenes Grünteepulver, seine grüne Farbe erhält. Gemixt mit Milchschaum wird dieser Tee wunderbar cremig und behält trotzdem seinen erfrischenden Geschmack.

Wer es würzig mag, wählt dagegen einen Chai Tee aus. Dabei handelt es sich um Schwarztee, der mit Gewürzen gemischt und von Milchschaum gekrönt wird. Solche variantenreichen Tees mit Milch, auch bekannt als „Tea Latte“, werden zunehmend zu Alternativen zum Kaffeetrinken.

Das Geheimnis liegt im Detail:
Tee mit Milch richtig zubereiten

Für die optimale Zubereitung von Tee hat jede Kultur eine eigene Vorliebe entwickelt, da macht der Tee mit Milch keine Ausnahme. Ist die Teesorte ausgesucht, steht die Frage im Mittelpunkt: Tea-in-first oder Milk-in-first? Ob erst der Tee oder zunächst die Milch in die Tasse gegeben wird, ist eine ungelöste Frage des guten Geschmacks und in Großbritannien ein Anlass, vortrefflich zu philosophieren. Die British Standards Institutionhat sogar eine offizielle Empfehlung dazu veröffentlicht: Wer alles richtig machen möchte, gibt zuerst die Milch in die Tasse („milk-in-first“), gefolgt von maximal 85 Grad heißem Tee.

Trotzdem gibt es Briten, die ihren Tee mit Milch „tea-in-first“ bevorzugen. Wer seinen Tee auch gern „tea-in-first“ trinkt und damit gegen die empfohlene Reihenfolge verstößt, sei beruhigt. Britische Medien geben an, erfahren zu haben, dass auch die Queen ihren Tee „tea-in-first“ trinke.

 

Wie auch für den klassischen Schwarztee mit Milch, wird das Teepulver für einen Matcha Latte bei rund 80 Grad aufgegossen. Anschließend muss der Matcha-Tee gut durchgerührt werden, bevor der Milchschaum zum Abschluss hinzugegeben wird.

Um einen cremigen Chai Latte genießen zu können, braucht es etwas Vorbereitung. Wer keine Fertigmischungen nutzen möchte, stellt sich seine persönliche Gewürzmischung aus Fenchel, Sternanis, Ingwer, Zimtstange, Nelken, Kardamom und Honig selbst zusammen. Die Tee-Gewürzmischung wird im Wasser auf dem Herd für etwa zehn Minuten bei niedriger Temperatur aufgekocht – ob kürzer oder länger bestimmt der eigene Geschmack. Es entsteht ein traditioneller Masala Chai nach indischer Art, der sich anschließend durch Milchschaum in einen Chai Latte verwandelt.

Die Milch für cremigen Teegenuss

Milch beinhaltet von Natur aus Fett, das ein Geschmacksträger ist. Deshalb beeinflussen die Milchsorte und ihr jeweiliger Fettgehalt wie der Tee mit Milch schmeckt. Im britischen Tee findet sich Milch mit einem hohen Fettgehalt, um den Tee mit Milch möglichst cremig zu machen. Im ostfriesischen Tee darf es auch Sahne sein, die für den unnachahmlichen Geschmack verantwortlich ist. Es gilt: Je höher der Fettanteil in der Milch ist, desto cremiger wird der Tee mit Milch.

Mit Milch von Weihenstephan leckeren Tee zubereiten

Wenn Sie zu Hause Ihren eigenen Tee mit Milch genießen möchten, finden Sie bei der Molkerei Weihenstephan eine große Produktauswahl. Probieren Sie Ihren Schwarzen Tee oder Matcha mit frischer Milch oder der praktischen H-Milch, die es sowohl mit 1,5 Prozent sowie 3,5 Prozent Fett gibt. Außerdem steht laktosefreie Milch sowie Bio-Milch zur Auswahl. So muss wirklich niemand auf eine gute Tasse Tee mit Milch verzichten.

Und wenn es doch ein Chai Latte oder Matcha Latte sein darf, verraten wir Ihnen hier, wie der Milchschaum für Ihren Tee oder den Kaffee am Morgen immer perfekt gelingt.

Nicole Kormann
Nicole Kormann ist seit 2013 die Schnittstelle zwischen der Molkerei Weihenstephan und der Öffentlichkeit. Als PR & Content Managerin ist Kommunikation ihr tägliches Brot. Ob neue Produktkreationen, Verpackungsinnovationen oder Verbraucheraktionen, sie versteht es, jeder News das Sahnehäubchen aufzusetzen. Aber sie kennt nicht nur das 1x1 der Milch in- und auswendig. Auch in ihrer Freizeit ist sie ein echter Foodie und stellt sogar ihren eigenen Honig her. Im Weihenstephan Blog schreibt sie über die neuesten Foodtrends und Lifestyle-Themen.
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